Diakonie kritisiert KiBiz-Pläne und ABC-Klassen
09.03.2026
Kita
Die Diakonie Rhein-Kreis Neuss hat sich in einem Offenen Brief an das nordrhein-westfälische Familienministerium gewandt und Kritik an den geplanten Änderungen des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) sowie an der Einführung sogenannter ABC-Klassen geäußert. Aus Sicht der Diakonie als Kita-Träger droht dadurch ein Qualitätsverlust in der frühkindlichen Bildung.
Die geplanten ABC-Klassen sehen vor, dass Vorschulkinder mit besonderem Sprachförderbedarf regelmäßig an Grundschulen unterrichtet werden. Die Diakonie Rhein-Kreis Neuss hält diesen Ansatz für problematisch. Sprachförderung gelinge am besten in der vertrauten Umgebung der Kita und durch pädagogische Fachkräfte, die die Kinder bereits kennen.
Auch einige der geplanten Änderungen im KiBiz bewertet die Diakonie kritisch. Größere Gruppen oder Betreuung ohne Fachkräfte in Randzeiten könnten kurzfristig helfen, den Personalmangel abzufedern, würden jedoch die Qualität der Betreuung und Bildung senken und langfristig auch der Attraktivität des Berufsfeldes schaden.
Die Diakonie Rhein-Kreis Neuss fordert daher nachhaltige Lösungen zur Stärkung der Kindertageseinrichtungen. Dazu gehören eine bessere Finanzierung, verlässliche Rahmenbedingungen und Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel, damit Kitas weiterhin wichtige Bildungsorte für Kinder bleiben.